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(C) Alexandra Groehl 2008-2017
Zucht und Genetik

Zucht und Genetik


Die Zucht von Rassehunden
Die Definition für Zucht ist die sorgfältig geplante Verpaarung von Hunden mit dem Ziel, gesunde und im äußeren Erscheinungsbild sowie Charakter dem Rasse-Standard möglichst nahe kommende Nachkommen zu bekommen. Dabei sollten bereits vorausschauend Überlegungen an die folgenden Generationen mit einfließen.

Für die Zuchtauswahl sind der Phänotyp (das Erscheinungsbild), der Erbwert (die Qualität der Ahnen und Verwandten), der Zuchtwert (die Beurteilung der Nachkommen) und der Verwandtschaftsgrad (Inzucht, Fremdzucht) zu beachten.


Inzucht
Das Wort Inzucht ruft bei vielen Menschen einen schlechten Beigeschmack hervor. Dabei muss man bedenken, dass Inzucht und Linienzucht die Entstehung der großen Vielfalt von Rassehunden erst möglich gemacht haben, indem die jeweils erwünschten (rassespezifischen) Genmutationen einiger weniger Ausgangstiere jeweils miteinander gedoppelt wurden, bis sie sich zum gewünschten Rassebild festigten. Auch bei der Entstehung des Sheltie wurde sehr intensive Inzucht betrieben. Im Gegensatz zu anderen Rassen ist der Sheltie jedoch noch keine sehr homogene Rasse.
Die Inzucht mit gesunden Tieren, die die erwünschten Eigenschaften aufweisen, sorgt für einen gleichmäßigen Rassetyp.

Kritisch wird es, wenn der vorhandene Genpool zu sehr verkleinert wurde. Das führt zur sogenannten Inzucht-Depression, bei der u.a. die Fruchtbarkeit der Tiere nachlässt und es zu Kleinwüchsigkeit und Fehlentwicklungen kommen kann.
Leider werden bei Inzuchtverpaarungen nicht nur verstärkt die erwünschten Merkmale hervorgebracht, sondern auch unerwünschte Merkmale wie Erbkrankheiten, die meist rezessiv vererbt werden, treten häufiger auf. Wird hierbei nicht auf eine strenge Selektion geachtet und nur mit gesunden Tieren weiter gezüchtet, kann eine Rasse mit einem relativ kleinen Zuchtstamm in kürzester Zeit „vor die Hunde“ gehen.

Inzucht bedeutet, dass die Zuchttiere enger miteinander verwandt sind, als der Durchschnitt der Rasse. Bei der Geschwisterverpaarung erreicht man dabei die höchste Reinerbigkeit, da hierbei durch die vorhandenen Gene (die ja bei beiden von denselben Eltern stammen) die Vielfalt der Kombinationsmöglichkeiten am geringsten ist. Ebenfalls als enge Inzucht gelten Vater-Tochter bzw. Mutter-Sohn-Verpaarungen sowie Halbgeschwister-Verpaarungen (selber Vater oder selbe Mutter).

Linienzucht
Um die Vorteile der Inzucht zu nutzen, und dabei die Nachteile gering zu halten, wird heutzutage als abgemilderte Form vor allem die Linienzucht betrieben. Hier ist der Verwandtschaftsgrad entsprechend geringer (z.B. Großvater-Enkelin, Onkel-Nichte).
Eine übliche Vorgehensweise der Linienzucht ist es, bei der Hündin unter den Ahnen einen hervorragenden Vererber auszumachen (dieser zeichnet sich durch seine Nachfahren aus) und eine Verpaarung mit ihm oder einem seiner Nachkommen, der entfernter verwandt ist, vorzunehmen. Dieses Muster wiederholt sich dann bei den Nachkommen der Hündin. Die Qualitäten der Großeltern entscheiden mit über die Partnerwahl. Gleichzeitig werden bereits Vorüberlegungen über die züchterische Verwendung in der nächsten Generation getroffen.


Fremdzucht

Bei einem sogenannten „Outcross“ sind die Zuchtpartner weniger miteinander verwandt als der Durchschnitt der Rasse (in den letzten vier Generationen gibt es keine gemeinsamen Verwandten). Dies führt zu einer vermehrten Mischerbigkeit und Veränderung des Erbgutes.
Für die Rassezucht sinnvoll ist die Fremdzucht, um gewünschte Eigenschaften, die im bisherigen Genpool offensichtlich nicht vorhanden sind, einzuführen (z.B. kräftigere Knochen). Dabei sollte möglichst die Verpaarung mit zwei liniengezüchteten Partnern vorgenommen werden.


Grundlagen der Genetik

Herabilität
Voraussetzung für die wirksame Veränderung von Merkmalen ist ihre Erblichkeit (Herabilität).

Der Phänotyp ist das Erscheinungsbild eines Tieres und gibt keinen Aufschluss, ob es sich hierbei genetisch um ein reinerbiges Tier oder eventuell um einen Träger einer verdeckten Eigenschaft oder Krankheit handelt. Meist ist man hier angewiesen auf Erkenntnisse aus dem Umfeld (Verwandtschaft).

Als Genotyp bezeichnet man die jeweiligen Erbanlagen eines Tiers, die dieses an seine Nachkommen weiter geben kann. Um sich Klarheit zu verschaffen, ob ein Tier Träger einer Eigenschaft bzw. Krankheit ist, war man bisher auf sogenannte Testpaarungen angewiesen. Hierbei werden z.B. offensichtlich (phänotypisch) kranke Tiere mit phänotypisch gesunden Tieren gepaart. Sind unter den Nachkommen ebenfalls kranke Tiere, handelt es sich um einen Träger. Diese Testpaarungen sind jedoch nur bedingt aussagekräftig. Die Natur hält sich nicht immer an statistische Werte (der Zufall kann auch einmal nur Trägertiere hervorbringen). Die Sicherheit erhöht sich bei Wiederholungspaarungen.


Homozygoter und Heterozygoter Genotyp
Homozygot bedeutet, dass zwei Allele eines Genortes gleich sind und damit reinerbig, ein Genort mit zwei verschiedenen Allelen ist mischerbig bzw. heterozygot.

Dominant und Rezessiv
Wenn von zwei Allelen eines das andere unterdrückt, so dass dieses phänotypisch verdeckt wird, bezeichnet man es als dominant und das unterdrückte Allel als rezessiv.

Ein einfaches Beispiel beim Sheltie aus der Farbvererbung:
reinerbig/homozygot Sable (ayay) ist dominant gegenüber dem rezessiven (reinerbig) tricolour (atat).
Sable x tricolour ergibt phänotypisch sable (ayat), die jedoch mischerbig/heterozygot und Träger für die Farbe tricolour sind.


Erbfaktorenkopplung

Hierbei treten jeweils zwei erbliche Merkmale immer gemeinsam auf. Beim Sheltie z.B. scheint ein zu langer Kopf mit einem schwachen Stop oder ein zu kurzer Rücken mit steilen Winkelungen einher zu gehen
Problematisch wird es bei der Erbfaktorenkopplung eines erwünschten mit einem unerwünschten Merkmal.


Nicht ganz einfach ist es, eine unerwünschte rezessive Eigenschaft mit einer erwünschten dominanten Eigenschaft „auszumerzen“. Dies führt zwar in der ersten Generation zum Erfolg, man darf dabei jedoch nicht vergessen, dass hierbei alle Nachkommen die unerwünschte Eigenschaft weiterhin rezessiv in sich tragen und an kommende Generationen weiter geben können.
Verpaart man zum Beispiel einen Hund mit schweren Zahnfehlern mit einem vollzahnigen Partner, können in der ersten Generation zwar alle Nachkommen vollzahnig sein, in den kommenden Generationen jedoch können die alten Zahnfehler immer wieder zum Vorschein kommen.
Da es sich bei diesen rezessiven unerwünschten Eigenschaften meist um mehrere unterschiedliche handelt, die unabhängig voneinander vererbt werden, führt dies bald zum züchterischen Drahtseilakt.


Trotz des bestehenden Wissenstands ist die Vererbung ein komplexes Gefüge aus Wirkung und Wechselwirkung, in dem die bekannten Schemen aus Dominanz und Rezessivität, Erbfaktorenkopplung und andere Erkenntnisse nur zum Teil eine Rolle spielen.


Erbrankheiten beim Hund

Genetische Krankheiten sind Fehler im Erbgut, die durch Genmutation (erbliche Veränderungen in der genomischen Sequenz) verursacht werden und an Nachkommen übertragen werden können.

Die DNS beim Hund baut sich aus 76 Autosomen (38 Paare) und 2 Sex-Chromosomen (78XX oder 78 XY) auf. Diese enthalten alle Gen-Informationen eines Individuums. Ca. 75 % der caninen Genosequenz ist inzwischen bekannt.

Bei gut der Hälfte der etwa 400 Erbkrankheiten beim Hund ist der Vererbungsmodus bekannt. Die meisten Erbkrankheiten haben eine autosomal rezessive Vererbung .
Das bedeutet die Mutation ist auf einem Autosom lokalisiert und tritt nur auf, wenn beide Elterntiere mindestens Anlagenträger (heterozygote Carrier) sind.

Die immer umfangreicheren Möglichkeiten von DNS-Tests sind ein wertvolles Hilfsmittel zur sicheren Diagnostik von genetisch gesunden, Trägern und kranken Tieren.
Gen-Tests sind meist rassespezifisch. Beim Sheltie besteht seit kurzem die Möglichkeit, den CEA-Status und den MDR1-Status per Gen-Test zu diagnostizieren.


Beim x-chromosomal rezessiven Erbgang ist die Mutation auf einem Chromosom lokalisiert und geschlechtsspezifisch. Nur Rüden werden betroffen, Hündinnen sind asymptomatische Träger.

Komplex und multifaktoriell bedeutet, dass verschiedene kleinere Defekte (polygen) zusammen mit gewissen Umwelteinflüssen schwere Erkrankungen hervorrufen können.

Homozygot dominante Erkrankungen sind meist letal, d.h. die Welpen werden entweder absorbiert oder tot geboren.




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